Für viele Waldbesitzer ist die Waldpflanzung nach wie vor eng mit dem Frühjahr verbunden. Das ist verständlich. Über viele Jahre wurden hauptsächlich wurzelnackte Pflanzen verwendet, die vor Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr gepflanzt werden mussten. Deshalb galt die Frühjahrspflanzung lange als Standard.
Heute hat sich die Forstwirtschaft jedoch weiterentwickelt.
Moderne Containerpflanzen haben die Pflanzsaison deutlich verlängert. Dadurch ist die Waldpflanzung im Spätsommer und Frühherbst nicht nur möglich, sondern unter den richtigen Bedingungen oft sogar besonders erfolgreich.
Die Wiederbewaldung beginnt unter der Erde
Wenn von einer erfolgreichen Wiederbewaldung die Rede ist, denkt man meist zuerst an das, was oberirdisch passiert – neue Triebe, frische Nadeln und sichtbares Wachstum.
Der wichtigste Teil der Entwicklung findet jedoch oft dort statt, wo man ihn nicht sieht: im Wurzelsystem.
Studien zum Pflanzenwachstum zeigen, dass das Wurzelwachstum im August und September seinen Höhepunkt erreicht, obwohl das Triebwachstum bereits nachlässt. Gleichzeitig läuft die Photosynthese weiterhin auf Hochtouren, sodass die Pflanzen genügend Energie für die Entwicklung neuer Wurzeln haben.
Das bedeutet, dass frisch gepflanzte Containerpflanzen ihre Energie nutzen können, um vor dem Winter ein kräftiges Wurzelsystem aufzubauen.
Warum die Herbstpflanzung immer beliebter wird
Mit der zunehmenden Verwendung von Containerpflanzen hat sich auch die Planung der Pflanzsaison verändert.
Im Gegensatz zu wurzelnackten Pflanzen bleibt bei Containerpflanzen der Wurzelballen vollständig erhalten. Dadurch wird der Pflanzstress reduziert und die Pflanzung ist auch außerhalb der klassischen Frühjahrssaison möglich. Das gibt Waldbesitzern mehr Flexibilität und gleichzeitig gute Voraussetzungen für ein sicheres Anwachsen.
Bei Best Planter beobachten wir, dass immer mehr Waldbesitzer ihre Pflanzprojekte bereits für den Spätsommer einplanen – vor allem dann, wenn die Witterung passt und die Flächen rechtzeitig vorbereitet wurden.
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend
Die Herbstpflanzung bietet viele Vorteile – entscheidend ist jedoch der richtige Zeitpunkt.
Für die Herbstpflanzung im Wald eignen sich vor allem August und September. In dieser Zeit sind die Bodentemperaturen noch hoch genug und das Wurzelwachstum ist besonders aktiv.
Wer erst im Oktober oder November pflanzt, gibt den Pflanzen deutlich weniger Zeit, neue Wurzeln zu bilden, bevor die Winterruhe beginnt. Dadurch können sie schlechter eingewurzelt in den Winter gehen.
Eine erfolgreiche Herbstpflanzung bedeutet deshalb nicht einfach später zu pflanzen, sondern zum richtigen Zeitpunkt innerhalb der Vegetationsperiode.
Die richtige Behandlung der Pflanzen bleibt wichtig
Auch hochwertige Pflanzen brauchen nach der Lieferung die richtige Pflege.
Frische Containerpflanzen für die Herbstpflanzung sollten:
- vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt werden,
- kühl, schattig und gut belüftet gelagert werden,
- nach der Lieferung möglichst sofort geöffnet werden, damit sie Licht und Luft bekommen,
- bei Bedarf bewässert werden,
- so schnell wie möglich gepflanzt werden.
Forstpflanzen sind lebende Pflanzen. Bleiben sie zu lange in geschlossenen Kartons, nimmt ihre Vitalität ab und das Risiko für Pilzbefall steigt. Deshalb gilt: Je schneller gepflanzt wird, desto besser.
Erfolgreiche Waldpflanzung beginnt mit guter Planung
Egal ob im Frühjahr oder im Spätsommer – erfolgreiche Waldpflanzungsprojekte beginnen mit einer guten Planung, hochwertigen Pflanzen und erfahrenen Pflanzteams.
Best Planter unterstützt Waldbesitzer und Forstunternehmen in ganz Europa mit professionellen Dienstleistungen in den Bereichen Waldpflanzung, Wiederbewaldung und Waldpflege. Dank unserer langjährigen Erfahrung und moderner Pflanzmethoden sorgen wir dafür, dass jedes Projekt zum optimalen Zeitpunkt umgesetzt wird – für gesunde und stabile Wälder der Zukunft.


